Karten-App von iOS 6 auf iPhone und iPad im Test: Besser als

iPhone News von: MacNews.de, 10.10.2012

Karten-App von iOS 6 auf iPhone und iPad im Test: Besser als - Harsche Kritik muss die Karten-App von iOS 6 ertragen. Viele Nutzer wollen statt des Apple-Dienstes wieder Google Maps zurück. In unserem Test kamen wir zu dem Schluss: Die Apple-App ist wesentlich besser als ihr Ruf. Ausprobieren!Jeder, der auf seinem iPhone, iPad oder iPod touch das Betriebssystem iOS 6 installiert hat (Liste der kompatiblen Geräte), besitzt statt Google Maps den neuen Kartendienst von Apple. Zwei Funktionen zeichnen die App besonders aus: 3D-Ansichten und eine Navigation. Street View kann Apple allerdings nicht bieten.Karten auf dem iPhone: Nicht so gut wie die KonkurrenzWeiterhin können wir auf drei Darstellungen zugreifen:1. Standard (die klassischen Karten)Der Apple-Dienst präsentiert sich in ansprechenden Farbtönen. Sehr gut: Mit zwei Fingern können wir die Karte drehen. In den meisten anderen Dingen hat die Konkurrenz die Nase vorne: Bei Google werden die Straßen in unterschiedlichen Farben dargestellt, Bahnstrecken helfen bei der Orientierung (v.a. in Städten wie Berlin), die Straßennamen werden beim Hineinzoomen früher eingeblendet, ebenso die Landschafts- und Gebäudekonturen. Damit findet man sich deutlich schneller zurecht, als bei der Apple-Lösung. Wer es nachvollziehen möchte, betrachte sich die Vergleichsbilder in der Galerie unten. Wir können auch bei den neuen iOS-Karten eine Route finden, aber ?gut? ist etwas anderes. Schade.2. Satellit (Satellitenfoto)Auswahl der Ansicht in Apple KartenDie Auflösung der Satellitenbilder ist stellenweise sehr gut am Alexanderplatz (Berlin) lassen sich sogar die Fugen der Steinplatten erkennen. Das ist bei Google nicht so deutlich der Fall. Dafür kann Google an vielen anderen Orten mit der besseren Auflösung glänzen. Bei Apple fallen ein paar mehr Bildfehler ins Auge (auf die Bugs kommen wir später noch zu sprechen).3. Hybrid (Standard und Satellit kombiniert)Durch die schlankeren und farbloseren Straßen kommt das Satellitenbild bei Apple besser zur Geltung als bei Google Maps.Die Galerie zeigt die Unterschiede der verschiedenen Ansichten:Apple Karten versus Google MapsBild 1: Stadtplan Ansicht In Apple KartenBild 2: Stadtplan Ansicht In Google MapsBild 3: Apple KartenBild 4: Google MapsBild 5: Hybrid Ansicht Von Apple KartenBild 6: Hybrid Ansicht Von Google MapsBild 7: Gute Aufloesung Bei Google MapsBild 8: Deutlich Schlechtere Aufl Sung Bei AppleBild 9: Am Alex Berlin Ist Es Umgekehrt Hier Apple Bild 10: Und Schlechtere Aufloesung Bei Google Wo bin ich gerade? Wo muss ich hin? Dank Lokalisation können wir den aktuellen Standort schnell aufrufen. Für den schnellen Überblick eignet sich die Apple-App wunderbar wenngleich sie nicht so übersichtlich ist wie die Google-Lösung.Fast ein Offline-Modus: Apples Karten basieren auf Vektorgrafiken. Somit müssen weniger Daten vom Server heruntergeladen werden und die Darstellung wird schnell berechnet. Hinzu kommt, dass die App die Karten in den Zwischenspeicher legt. Also daheim mal hinein- und herauszoomen. Unterwegs ohne Netz oder im Flugmodus lässt sich (im begrenzten Umfang) immer noch durch die Stadt scrollen und zoomen. Routen können wir offline allerdings nicht erstellen.Soweit so gut. Kommen wir auf der nächsten Seite zu den Highlights: Navigation und 3D-Ansicht:Apple Karten: das iPhone als NavigationsgerätNavigation auf dem iPhone mit der Karten-App?In 500 Metern rechts abbiegen? Apple hat in seinen Kartendienst eine Navigationsfunktion inklusive Sprachassistent eingebaut. Durch Berlin funktioniert sie beeindruckend gut auf dem iPhone 4S, iPad 2 oder neueren Geräten (siehe Tabelle: Kompatibilität von iOS 6-Funktionen).Die Querstraßen sind deutlich lesbar eingeblendet, ebenso die Strecke. Viele Funktionen eines ?ausgewachsenen? Navis gibt es nicht: Fahrspurassistent, Geschwindigkeitsanzeige, Nachtdarstellung und ein Fahrradmodus fehlen leider. Anderes hat Apple sehr gut gelöst, und als Bonbon können Verkehrsinformationen eingeblendet werden.Die Erstellung einer Route läuft nach dem Google Maps-Prinzip. Adressen eingeben oder Stecknadeln setzen, schon werden Strecken (gegebenenfalls sogar Alternativen) angezeigt. Jetzt muss nur noch der Navigations-Pfeil gedrückt werden. Das dauert nicht so lange wie das Menü-Geklicke einzelner Premium-Navis.Hier im Vergleich Apple Karten versus Navigon (von Garmin):Oben ist Navigon im Nachtmodus zu sehen (der oft gute Fahrradmodus weist auf dieser Strecke ständig auf unsinnige Nebenstraßen.) Die Apple-Navigation (unten) bietet viel weniger, ist dafür übersichtlicher.Anzeige auf dem HomescreenApple erlaubt seinem Navi mehr als anderen Apps, zum Beispiel die Anzeige auf dem Sperrbildschirm. Die Umsetzung ist bis ins Detail durchdacht: Ich starte die Navigation und schalte das iPhone aus, um Strom zu sparen. Klicke ich auf den Homebutton oder Einschaltknopf, zeigt mir das iPhone den Sperrbildschirm mit hinterlegter Route an.500 Meter vor der nächsten Kreuzung geht der Sperrbildschirm sogar von selbst an. Bin ich richtig abgebogen, verrät mir die App noch kurze Zeit den weiteren Streckenverlauf, dann geht das Display wieder aus. Top gelöst!Navigiere ich durch Apps oder auf dem Homescreen, während eine Routenführung läuft, blendet Karten die Streckenführung oben in einer Leiste ein.Im Gegensatz zu den Navigations-Apps von TomTom, Navigon, Falk, skobbler und Co. mit offline gespeicherten Karten benötigen wir eine Internetverbindung. Nach Start der Streckenführung können wir ?Mobile Daten? sogar ausschalten, und die Navigation läuft weiter. Hundertprozentig Verlass ist auf diese Offline-Methode allerdings nicht.Eine gute Internetverbindung benötigen wir auf jeden Fall für die 3D-Ansichten, siehe nächste Seite:iPhone-Karten:  3D-Darstellung und TestfazitVirtuelle 3D-Reisen auf dem iPhoneAktuell gibt es nur einzelne Orte, durch die wir in 3D fliegen können, zum Beispiel Berlin, München (Bild unten), Rom, London und New York. Der Alexanderplatz ist hierzulande ein heißer Tipp, der Fernsehturm ist wirklich eine Reise wert (wir haben die Steuerung in den Apple-Karten bereits erklärt), aber auch andere, vor allem hohe Gebäude.Die Grafik ist natürlich nicht perfekt, aber dennoch sehr beeindruckend: Die Häuserfasaden werden recht detailliert angezeigt, und auch Bäume und Brunnen sind schemenhaft in 3D dargestellt.Die feine Darstellung wird mit langen Ladezeiten erkauft. Das dunkelgraue Kästchenfeld wird jeder Nutzer zu genüge kennen.Das große Manko: die BugsWir haben in den letzten Wochen schon öfters darüber berichtet: Das Kartenmaterial ist noch bis oben hin bestückt mit Fehlern. Einzelne Landschaftsaufnahmen sind in Grautönen abgebildet oder stark verpixelt, Wolken verdecken die Sicht, manche Beschriftungen stimmen nicht. Apple hat sich bereits entschuldigt und hofft auf die Mithilfe der Nutzer: Fehlermeldungen können in den Einstellungen direkt an den Entwickler geschickt werden. Die Verbesserungen werden bereits stetig umgesetzt.Es zeigt, dass auch ein perfektionistisches Unternehmen wie Apple es nicht schaffen kann, einen so umfangreichen Dienst fehlerfrei einzuführen.Karten für iPhone und iPad im Test FazitDie Apple-App Karten in iOS 6 ist durchaus verwendbar wenngleich sie in Sachen Übersichtlichkeit nicht an ihren Vorgänger von Google herankommt, und wenn man in ?fehlerfreien? Gegenden wohnt. Die wahren Stärken liegenin den 3D-Welten. Google Street View haben wir nicht mehr brauchen wir aber auch gar nicht mehr.in der Navigation: Letztere bietet zwar weit weniger Möglichkeiten als ?richtige? Navis. Die Funktionen, die integriert sind, wurden aber sehr bedacht umgesetzt. Nicht zu vergessen: Die ?App? ist gratis.Für die Bereinigung der Bugs müssen wir dem Entwickler noch etwas Zeit einräumen.Vorteile:+ Karten sind Vektorgrafiken + selbsterklärende Bedienung + durchdachte Navigation + beeindruckende 3D-WeltenNachteile: - Bugs - Stadtplan weniger übersichtlich als bei Google - für ein Navi geringer FunktionsumfangTipps, Alternativen, Ergänzungs-Apps zu Karten:Apps: Google Maps, Karten+, Wohin? und andere Routenplaner für iPhoneTipp: So navigiert man in der 3D-Ansicht von iOS-6-KartenTipp: Verkehrsinformationen in den Apple Karten einblenden

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