iPhone 5 Review

iPhone News von: MacNews.de, 04.10.2012

iPhone 5 Review - Kann das iPhone 5, die letzte iPhone-Generation, auf die Steve Jobs Einfluss nahm, den Erwartungen gerecht werden? Konnte Apple zum fünften Mal in Folge das Konzept des iPhones verbessern oder rollt der angebissene Apfel auf der Stelle? Im folgenden Review versuche ich diese Fragen zu beantworten. Zwei Wochen habe ich das iPhone 5 nun auf Herz und Nieren getestet, Fotos und Videos damit aufgenommen und geteilt, gezwitschert, gespielt, im Web gesurft, in Garageband gerockt und jede kleine Horromeldung (Pinke Lense-Flares, Scuffgate, Wifi-Probleme etc.) analysiert und abgeglichen. Hier also nun mein Review des iPhone 5. Sollten Fragen bestehen, beantworte ich diese gerne im Kommentarbereich.DesignIch muss ganz ehrlich sagen, dass ich, als die ersten Spypics des möglichen iPhone 5 auftauchten, sehr skeptisch war. Ich konnte mir nur schwer vorstellen, dass Apple dem iPhone 5 ein solches Design spendiert. Doch diese verwackelten Featurephone-Fotos lassen wohl jedes Design schrecklich aussehen. Nicht nur mich führten sie in die Irre und täuschten über die Qualität der Materialien und Verarbeitung hinweg. In Realität ist das iPhone 5 das schönste Stück Technik, das ich mein Eigen nennen darf.Farblich hat man die Wahl zwischen einem weiß-silbernen und einem graphit-schwarzen Modell.iPhone 5 ? Generationen-VergleichGanz offensichtlich teilt das iPhone 5 Designaspekte seiner Vorgänger iPhone 4S und iPhone 4. Dies mag darüber hinwegtäuschen, dass das iPhone 5 von Grund auf neu konstruiert wurde.Denn auch wenn das iPhone 5 in ein paar Punkten den Vorgängern ähnelt, fühlt es sich aufgrund der neuen Maße, des geringeren Gewichtes von nur noch 112 Gramm und natürlich auch aufgrund der  gesteigerten Performance wie ein komplett neues Gerät an.iPhone 5 ? Generationen-VergleichMir persönlich ist das iPhone 5 sogar ein wenig zu dünn. Das ist natürlich Meckern auf hohem Niveau. Aber dünner bedeutet leider nicht unbedingt ergonomischer.Die Rückseite des iPhone 5 besteht zum größten Teil aus Aluminium und ist oben und unten von Glas eingefasst.Rückseite des graphit-schwarzen iPhone 5Die Glas-Elemente sowohl auf der Rück- als auch auf der Vorderseite (Display) sind beim iPhone 5 bündig in den Metall-Rahmen eingefasst und liegen nicht wie beim iPhone 4S auf dem Rahmen auf. Dadurch sind die Glas-Elemente weniger anfällig für Sturzschäden. Zwischen Metallrahmen und Touchscreen ist ein hauchdünner Kunststoffrahmen eingefasst, der die Energie eines Aufpralls absorbieren kann. Diese neue Bauweise kombiniert mit dem erstmals bei einem iPhone zum Einsatz kommenden Gorilla Glas 2 macht die Glas-Elemente beim iPhone 5 um ein vielfaches bruchsicherer als jene beim iPhone 4S.iPhone 5 ? Vergleich BauweiseNatürlich ist Aluminium kratzanfälliger als Gorilla-Glas. Wer jedoch in Physik nicht geschlafen hat, ist sich dessen beim Kauf bewusst. Nichtsdestotrotz widersteht das eloxierte Aluminium so mancher Schlüsselbundattacke. Die Kanten hingegen sind relativ anfällig für Kratzer. Beim graphit-schwarzen Modell kommt so gerne einmal das hellgraue Aluminium zum Vorschein.Einige Designänderungen scheinen beim iPhone 5 so logisch, dass man sich fragt, warum das nicht schon bei den Vorgängern so gemacht wurde.Beispiel Kopfhörer-Buchse: Viele User verstauen ihr Smartphone kopfüber in der Hosentasche. Hat man dann noch Kopfhörer angesteckt, wird das Kabel in der Hosentasche, je nach Position der Buchse, abgeknickt.Kopfhörer-Buchse: iPhone 4S ? iPhone 5Beim iPhone 5 findet sich, wie schon beim iPod touch seit je her, die Kopfhörerbuchse auf der Unterseite. Das Kabel geht somit keinen Umweg und wird nicht abgeknicht. Wäre die Buchse weiterhin oben, könnte das Kopfhörerkabel dieses doch längere und somit in der Hand etwas kopflastigere iPhone ungewollt vornüber ziehen.Manch einer führt auch als Vorteil an, dass wenn es regnen sollte, die Chance, dass ein Regentropfen in die Kopfhörerbuchse eindringt und den Feuchtigkeitssensor auslöst, beim iPhone 5 sehr gering ist. Klingt absurd, mag aber stimmen.iPhone 5 ? iPhone 4S ? iPhone 4Zusammenfassend kann man sagen, dass das Produktdesign des iPhone 5 sehr solide, Apple-typisch elegant und hochwertig ist. Und trotzdem wird das bis dato wohl schönste Smartphone wieder in hässlichen Gummi-Hüllen verpackt werden.Je schöner ein iPhone ist, desto eher will man es mit mehr oder weniger schmeichelnden Hüllen schützen. Im Grunde versucht man aber nur den Augenblick des Neuseins zu bewahren. Nur ab und zu befreit man es aus den Polycarbonat-Zwängen, um in Stille das Design zu genießen. Schade eigentlich.SpezifikationenSpezifikationenIm Inneren des iPhone 5 werkelt Apples erste komplett hauseigene Chip-Kreation, der Apple A6 SoC mit 1,3 GHz Zweikern-CPU, Dreikern-Grafikchip und 1 GB Arbeitsspeicher.Wie schon beim Vorgänger kann man beim iPhone 5 zwischen Modellen mit 16, 32 oder 64 GB Flash-Speicher wählen.Das 4-Zoll-Display bietet eine Auflösung von 1136 x 640 Pixel. Dies entspricht 326 Pixel pro Zoll und somit Apples Retina-Spezifikation.Gefunkt wird über WiFi 802.11 a/b/g/n sowohl mit 2,4 GHz als auch 5 GHz und Bluetooth 4.0. Nicht zu vergessen ist auch ein GPS-Chip verbaut.In Sachen Mobilfunk unterstützt die GSM-Version des iPhone 5 EDGE, UMTS, HSDPA, Dual-Channel-HSDPA, HSPA+, HSUPA und LTE.Die CDMA-Version ist baugleich mit der GSM-Version. Bei Ersterer ist jedoch zusätzlich das CDMA-Modul aktiv.Leider unterstützt das iPhone 5 nicht alle europäischen LTE-Frequenzen. In Deutschland beispielsweise ist es nur mit dem Netz der Deutschen Telekom kompatibel.Das iPhone 5 verfügt über zwei Kameras. Die Hauptkamera auf der Rückseite verfügt über 8 Megapixel und ermöglicht auch das Aufnehmen von Video in Full-HD 1080p.Die Frontkamera bietet eine Auflösung von 1,2 Megapixel und nimmt auch Videos in HD 720p auf.Wie auch bei den Vorgängern findet sich im iPhone 5 ein Gyrosensor, ein Beschleunigungssensor, ein Annäherungssensor und ein Umgebungslichtsensor.DisplayDisplayWo bei allen Vorgängergenerationen ein 3,5-Zoll-Touchscreen zum Einsatz kam, strahlt beim iPhone 5 nun erstmals ein 4-Zoll-Touchscreen.iPhone 5 ? iPhone 4SDas Display des iPhone 5 ist dabei aber nicht breiter sondern nur länger geworden. Im Vergleich zum iPhone 4S hat sich die Auflösung von 960 x 640 auf 1136 x 640 Pixel erhöht. Folglich ist die Pixeldichte von 326 die Gleiche wie beim iPhone 4 und iPhone 4S.Nicht nur die Auflösung ist neu, sondern auch die Technik dahinter. Durch das Integrieren der Touch-Sensoren in das Display-Glas konnte Apple das Touchscreen-Modul drastisch dünner machen, was auch ein allgemein dünneres iPhone ermöglicht.iPhone 5 TouchscreenDie Qualität des Displays ist ohne zu übertreiben atemberaubend. Genau genommen ist das Display des iPhone 5 so gut, dass es sogar Vergleiche mit tausende Euro teuren Referenz-Monitoren standhält und in Sachen Farbtreue und Grauwerte jeden handelsüblichen PC-Monitor und Flachbildfernseher locker schlägt.Laut Anandtech könne nur ein 20.000-Dollar-Projektor mit den Werten des iPhone-5-Displays mithalten.Auch DisplayMate lobt den Bildschirm des iPhone 5 als das beste Smartphone-Display, das jemals getestet wurde.Man braucht aber wirklich kein Mikroskop, um die Verbesserungen zu erkennen. Die Farben wirken kräftiger und das Display ein Stückchen schärfer, einfach weil Apple den seperaten Touch-Layer weglassen und die Pixel so näher zum Glas bringen konnte.Doch warum hat Apple das Display nicht proportional vergrößert und nur in die Länge gezogen?Meiner Meinung nach ist die Breite des iPhone-Displays perfekt für die einhändige Bedienung des Gerätes.iPhone 5 DisplayDa man fast in jeder Applikation durch eine Liste beziehungsweise Aufzählung scrollt, sei es Twitter, E-Mail, Facebook, Kontakte, Kalender, Fotos etc., macht es natürlich Sinn, den Apps mehr vertikalen Spielraum zu geben.Und bei einem Display-Seitenverhältnis von 16:9 macht das Betrachten von Filmen und Videos natürlich mehr Spaß.Schon nach wenigen Stunden mit dem iPhone 5 führt kein Weg zurück. Die Displays älterer iPhone-Generation wirken im Vergleich regelrecht gestaucht.KamerasKamerasDie Hauptkamera (iSight) des iPhone 5 ist eine der Besten, wenn nicht die aktuell Beste in einem Smartphone. Sie unterscheidet sich zwar nicht großartig von jener des iPhone 4S, aber die kleinen Verbesserungen sind durchaus erkennbar.iPhone 5 ? KameraBemerkenswert ist die Farbgenauigkeit von Fotos, aber auch Videos. Fast jedes Bild kommt mit akkuraten und kräftigen Farben vom Chip.Die neue Optik bietet auch bessere Tiefenschärfe. Auch Makro-Aufnahmen sind möglich.FotoaufnahmeDie Hauptkamera fokussiert sehr schnell, Fotos sind sehr scharf und die Farben kräftig.Dank der Power des Apple A6 reagiert die Kamera beziehungsweise der Auslöser äußerst schnell. Im Grunde könnte die Kamera schneller Fotos schießen, als man den Auslöser tippen kann.HDR-Fotos berechnet das iPhone 5 deutlich schneller als das iPhone 4S. Auch bei nicht so ruhigem Händchen ist ?Ghosting? deshalb kein großes Problem.Die Performance des A6 ist hier besonders spürbar.Auch die Lichtstärke wurde verbessert. Dank sogenanntem Low-Light-Boost-Mode erkennt die Kamera automatisch Situationen mit schwachem Licht und reduziert dann die Größe von Fotos von acht auf vier Megapixel, in dem jeweils vier Pixel zu einem zusammengerechnet werden. Wo beim iPhone 4S bzw. ohne Low-Light-Mode ISO 800 das Maximum waren, ist es beim iPhone 5 mit aktivem Low-Light-Modus ISO 3200.Vergleich ? Lowlight-Modus ? iPhone 4S ? iPhone 5 ? John GruberIn meinen Tests konnte ich die verbesserte Lichtstärke bestätigen (unsere Lowlight-Fotos folgen in Kürze). Bei Videoaufnahmen ist jedoch keine Verbesserung bei Aufnahmen in schwachem Licht erkennbar, wie in unserem Test-Video zu sehen.Video comparison - iPhone 5 vs iPhone 4S vs iPhone 4 from ben miller on Vimeo.Interessanterweise ist der Low-Light-Modus nur in der iOS-Kamera-App standardmäßig aktiviert. App-Entwickler müssen dieses Feature also erst in ihre Apps integrieren. Möchte man also diesen Low-Light-Modus nutzen, sollte man sich vergewissern, dass die jeweilige App diesen auch unterstützt.Foto-Vergleich: iPhone 5 ? iPhone 4SHDR-Vergleich: iPhone 5 ? iPhone 4SNeu in iOS 6 ist der Panorama-Modus. Damit lassen sich Panorama-Fotos mit bis zu 240 Grad und maximal 28 Megapixel aufnehmen. Als Test-Motiv habe ich hier einen Hinterhof gewählt, da die Ziegelmauern und die schwierigen Lichtverhältnisse schnell Stärken und Schwächen der Panorama-Funktion aufzeigen. Die Originaldatei hat eine Auflösung von 26,6 Megapixel und wiegt knapp 17 Megabyte.iPhone 5 Panorama ? OriginaldateiDieses Feature funktioniert erstaunlich gut, unkompliziert und vor allem schnell und liefert oft bessere Ergebnisse als so manche populäre Panorama-App aus dem App Store.iPhone 5 ? Hauptkamera vs. FrontkameraDie Qualität der Frontkamera (Facetime HD Kamera) wurde ebenfalls gesteigert, wenn auch nicht viel. Fotos sind zwar farbechter, wirken aber griselig.Lense FlareiPhone 5 ? Pink Glow/Lens FlareDas ?Pink Lens Flare Problem? ist eigentlich kein Problem. Genau so gut könnte man sagen es ist ein Feature. Die Optik eines jeden iPhones, zumindest bestätigt ab iPhone 4, ist speziell beschichtet um die Spiegelung innerhalb des Linsen-Systems zu minimieren. 100-prozentig verhindern lässt sich Lens Flare soweit ich weiss nicht. Fakt ist aber, dass der Lens Flare beim iPhone 5 im Vergleich zum 4S in sehr bestimmten Situationen besser wahrnehmbar ist. Befindet sich eine starke Lichtquelle in dunkler Umgebung am Rande des Blickfeldes der Kamera und strahlt direkt in die Optik, kann der Lens Flare beim iPhone 5 (aber auch iPhone 4S) eine rötliche Färbung haben. Warum dies so ist und ob dies mit der Linsenabdeckung aus Saphirglas zu tun hat, ist noch nicht bekannt.Man sollte sich diesbetreffend aber keine Sorgen machen. Das ist alles ganz normal.VideoaufnahmeDie iSight-Kamera nimmt Videos in Full-HD 1.080p mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Die Frontkamera bietet eine Auflösung von 1,2 Megapixel und nur in HD 720p. Die Videoqualität profitiert natürlich auch von der verbesserten Optik.Nicht zu vergessen ist die im Vergleich zum iPhone 4S stark verbesserte Bildstabilisierung. Bei der Aufnahme von Videos kommt diese besonders zur Geltung. Aber auch beim Knipsen von Fotos kann die Stabilisierung so manchen Wackler ausgleichen.Beispiel-FotosiPhone 5 ? Beispielfoto Low-Light ohne Low-Light-ModeiPhone 5 ? Beispielfoto Low-Light ohne Low-Light-ModeiPhone 5 ? Beispielfoto Low-Light ohne Low-Light-ModeLightningLightningDer neue Lightning-Connector löst den in die Jahre gekommenen 30-Pin-Dock-Connector ab. Er ist ungefähr so groß wie ein Micro-USB-Stecker, bietet aber technisch mehr Möglichkeiten. Auch ist der Lightning-Connector reversibel, es gibt also keine Vorder- oder Rückseite kein richtig oder falsch herum des Steckers.iPhone 5 ? LightningIm Gegensatz zum Vorgänger kommt der Lightning-Connector mit nur acht Pins aus, ist aber trotzdem äußerst vielseitig. Der Lightning-Connector ist ein intelligenter Stecker, bedeutet, dass er sich den Anforderungen anpassen kann. Wird das iPhone an ein USB-Netzteil angeschlossen, werden alle verfügbaren Pins zur Stromübertragung freigeschaltet. Ist das iPhone 5 an einen Rechner angeschlossen, bleiben Pins für den Datenverkehr reserviert. Ein im Connector verbauter Chip kontrolliert die Daten- und Stromübertragung.Micro-USB ? Lightning ? USBAktuell bietet Apple Adapter für Micro-USB auf Lightning und 30-Pin auf Lightning an. Zukünftig sollen weitere Adapter beispielsweise für die Videoausgabe angeboten werden.USB ? Micro-USB ? LightningLightning ist stabil gebaut und macht, was er soll. Er ermöglicht das Syncen und Aufladen des Gerätes und zukünftig eben auch die Ausgabe von weiteren Datentypen mittels Adapter.Warum Lightning zumindest derzeit nicht (soll angeblich zukünftig möglich sein) über USB3 kommuniziert, ist schnell erklärt. USB3 ist den aktuell in Smartphones verbauten Speicherchips schlicht zu schnell. Man hätte also keinen Geschwindigkeitsvorteil beim Syncen des Smartphones, selbst wenn es mit USB3 mit dem Rechner verbunden wäre.Leider darf Lightning-Zubehör nur von verifizierten Herstellern produziert werden. Man benötigt also eine Lizenz von Apple, wenn man ein Lightning-Dock oder -kabel herstellen möchte. Dementsprechend karg ist die Zubehör-Landschaft zumindest derzeit noch. Wie sich diese Lizenzierung und Verifizierung preislich bemerkbar macht, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.Warum genau Apple sich gegen Micro-USB entschieden hat und mehr Hintergrundinformationen zu Lightning finden sich in diesem empfehlenswerten Artikel.Performance AkkulaufzeitApple A6 SoCiPhone 5 Geekbench BenchmarkDas iPhone 5 ist das schnellste aktuell verfügbare Smartphone. Das Herz des iPhone 5 stellt der A6 SoC dar. Dieser von Apple erstmals komplett vom Grund auf selbst entwickelte System-on-a-Chip vereint einen Dual-Core-Prozessor mit einem Tri-Core-Grafikchip und einem Gigabyte Arbeitsspeicher.Zahlreiche unabhängige Benchmarks zeigen, dass der A6 mehr als doppelt so leistungsfähig ist wie der A5 im iPhone 4S.Aber auch das Samsung Galaxy S3 sieht gegen die Performance des iPhone 5 alt aus.Dieses Mehr an Power macht sich überall bemerkbar. Die Kamera löst schneller aus, Videos in iMovie und Musik in GarageBand werden schneller exportiert, Webseiten laden schneller und natürlich profitieren auch Spiele von der größeren Performance und Grafik-Power.Animationen sind flüssig und Apps laden schnell. Apple hat mit dem A6 ein Meisterstück abgeliefert.iPhone 5 ? Benchmark ErgebnisseAuf Anandtech finden sich zahlreiche Benchmarks und tiefergehende Analysen des Apple A6. Ein Klick sei empfohlen. AkkulaufzeitObwohl das iPhone 5 fast ein Viertel dünner als ein iPhone 4S ist und der Akku des iPhone 5 nur knapp 10 mAh mehr Kapazität bietet, konnte Apple die Akkulaufzeit sogar verbessern.Bei der Standby-Zeit hat das iPhone 5 beispielsweise 25 Stunden mehr auf der Konto.Beim Surfen über Mobilfunk hält es zwei Stunden und über WiFi eine Stunde länger als das iPhone 4S.LTE galt immer als sehr stromhungrig. Dementsprechend überraschte Apple mit den acht Stunden, die das iPhone 5 beim Surfen über LTE durchhalten soll.Jedoch hängt diese Akkulaufzeit sehr von der Stärke des Mobilfunksignals ab.Wie jedes Smartphone und jedes iPhone zuvor verbraucht das iPhone 5 bei schwachem Mobilfunksignal mehr Strom, um die Signalschwäche bestmöglich auszugleichen.Acht Stunden sind daher ein optimistischer Wert, der aber in meinen Tests nicht ganz erreicht wurde (LTE in Berlin-Mitte maximal drei Empfangsbalken.)Im normalen Alltagsgebrauch lässt sich bei deaktiviertem LTE eine geringfügig längere Akkulaufzeit feststellen, wobei dies natürlich auch mit iOS 6 zu tun hat.Deaktiviert man in iOS 6 beispielsweise Push-E-Mail und ruft die E-Mails per Intervall oder manuell ab, verlängert sich die Akkulaufzeit spürbar (auch bei den Vorgängermodellen).Apropos: Basierend auf die Akkulaufzeit des iPhone 5 und die durchschnittliche Benutzung schlägt der Strom, den das iPhone 5 verbraucht, pro Jahr mit ca. einem Euro zu Buche.Datenübertragung Mobiles InternetiPhone 5 ? LTEBetreibt man sein iPhone 5 im Netz eines Providers, der auch kompatibles LTE anbietet und ist der LTE-Empfang ausgezeichnet, sind Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s im Downstream möglich.Realistischer sind hingegen durchschnittlich 20 bis 30 Mbit/s down und 3 bis 10 Mbit/s up.Diese Geschwindigkeiten erzielt man bei gutem Empfang dank HSPA bzw. Dual-Cell-HSDPA, aber auch über 3G.Dies soll aber nicht heißen, dass LTE sinnlos ist. In Gebieten mit guter LTE-Abdeckung erreicht die Downloadgeschwindigkeit durchaus 40 Mbit/s und aufwärts.In unseren Tests (Netz: Deutsche Telekom, Standort: Berlin) unterschied sich LTE von 3G nur in den Pingzeiten. Mit LTE erreicht man durchschnittlich 30-40 Millisekunden. Über 3G ist die Pingzeit gut dreimal so hoch.Alles in allem kann man sagen, dass es sich auf dem iPhone 5 auch ohne LTE-Empfang dank HSPA+ und DC-HSDPA sehr schnell im Web surfen lässt.Probleme mit WiFi-Verbindungen hatte ich in verschiedenen unabhängigen WiFi-Netzwerken nicht. WiFi funktioniert auf meinem iPhone 5 so wie es soll, problemlos und flott.iOS 6iOS 6iPhone 5 ? iOS 6iOS ist in Version 6 ein solides Betriebssystem, wirkt jedoch nach 5 Jahren an so mancher Ecke altbacken.Die Möglichkeit, Dateien zwischen App-Store-Apps auszutauschen, ist im Grunde nicht gegeben.Zwar mag es die eine oder andere Foto-App geben, die sich auch mit der Dropbox-App versteht, doch eine universelle und übersichtliche Lösung ist nicht gegeben.Am Homescreen hat sich in nunmehr 5 Jahren auch nicht sehr viel verändert. Man scrollt sich weiterhin von Homescreen-Seite zu Homescreen-Seite auf der Suche nach der gewünschten App.Multitasking ist ein App-scrollendes Abenteuer. Dabei gäbe es ja weit interessantere Möglichkeiten.Nichtsdestotrotz ist iOS weiterhin das performanteste und intuitivste mobile Betriebssystem auf dem Markt. Apple muss sich aber langsam etwas einfallen lassen.Mehr zu iOS 6 und allen neuen Features findet ihr hier.FazitFazitiPhone 5 ? DesignApple ist sich und dem Konzept des iPhones treu geblieben und hat nicht nur ein neues, sondern besseres iPhone entwickelt.Der Sprung nach vorne ist vergleichbar mit jenem zwischen iPhone 3GS und iPhone 4. Eine Zwischenversion ist das iPhone 5 nicht.Das neue Design, die neue Hardware und der größere Touchscreen kombiniert mit iOS 6 können durchaus einen Wechsel von iPhone 4S auf iPhone 5 rechtfertigen (erst recht bei einem Wiederverkaufswert des iPhone 4S von rund 300 Euro aufwärts).Die Kamera des iPhone 5 bringt keine großen, aber dafür viele kleinere Neuerungen, wie die überarbeitete Optik und die bessere Bildstabilisierung, mit sich. Was unter dem Strich zählt, sind der Spaß und die Resultate, also Fotos und Videos, und die sind ausgezeichnet.Die Performance ist beeindruckend und App-übergreifend spürbar.Das iPhone 5 ist ein ausgezeichnetes Smartphone, fast ohne Makel. Es ist sehr schnell, leicht und ausdauernd. Das Handling ist gut. Den Touchscreen zu verlängern und nicht proportional zu vergrößern, war die richtige Entscheidung.Apple konnte meine Erwartungen erfüllen, wenn auch nicht unbedingt übertreffen. Nach mehr als fünf Jahren Apple-Blogging weiss man aber auch ungefähr, was man von Apple erwarten darf. Glücklicherweise.EpilogueEpilogueSeit 2007 erwarten Analysten und vermeintliche Branchenexperten von Apple jedes Jahr nicht weniger als eine Revolution und jedes Jahr scheinen sie aufs Neue von evolutionären Updates enttäuscht.Wieder nur ein Update, bis auf den größeren Bildschirm nichts Neues, nur ein dünneres iPhone 4S   um ein paar typische Kommentare zu nennen.Doch warum verlässt Apple nicht den befestigten Weg. Warum sucht Apple nicht neue Pfade?Gegenfrage: Warum sollte Apple das Konzept des iPhones ändern? Warum sollte überhaupt ein Unternehmen ein erfolgreiches Produkt über den Haufen werfen und von Null beginnen?Das Konzept des iPhones scheint doch offensichtlich zu funktionieren. Das iPhone ist das bis dato erfolgreichste Smartphone. Millionen Menschen entscheiden sich bewusst für ein iPhone gerade wegen des Gesamtkonzeptes. Nicht weil ihr Vertrag gerade ausgelaufen ist und kein besseres Smartphone vorrätig ist. Es dürfte wohl nur sehr wenige Menschen geben die unbewusst 700 Euro für ein Smartphone auf den Tisch legen ob mit Vertrag oder ohne spielt keine Rolle. Gerätepreis ist Gerätepreis, ob jetzt durch einen Vertrag verschleiert oder nicht.We don?t want to just make a new phone, we want to make a much better phone.?Kunden kaufen das iPhone bewusst. Da ist es doch nur logisch für Apple auf dieses beispiellos erfolgreiche Konzept des iPhones aufzubauen und jede Generation stetig, mal in kleineren, mal in größeren Schritten, zu verbessern.Kunden wissen was sie von Apple und dem iPhone erwarten können, was das iPhone kann und wie es funktioniert.Wenn man sich für das iPhone entscheidet weiß man was man bekommt: Ein solides, durchdachtes und intuitives Smartphone.Das iPhone 5 hat kein Killer-Feature.Für Apple ruht das Konzept des iPhone auf mehr als nur einem Killer-Feature. Das iPhone an sich ist das Killer-Feature. Das intuitive Gesamtkonzept ist ein Killer-Feature. Das Zusammenspiel zwischen Soft- und Hardware ist ein Killer-Feature. Das Design ist ein Killer-Feature. Der ausgezeichnete Touchscreen ist ein Killer-Feature.Das iPhone 5 ist genau das, was von der neusten iPhone-Generation erwartet wird. Dünner, schneller, leichter und jetzt auch ein wenig größer als der Vorgänger, ist auch das neuste iPhone weiterhin das Smartphone, an dem sich die Konkurrenz messen lassen muss und neuerdings auch will.

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